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Mittwoch, 10. Juli 2013

Simply the Best!



Tina Turner im Kopf(hörer), Vollgas, ein beherzter Wurf ....
Aber noch ist es nicht so weit.

Weil mir der Holiday so gut gefällt soll noch ein zweiter, (kleinerer) Nurflügler her. Als Rucksack- und Immerdabei-Flieger. Ich schwanke zwischen dem Pixel und dem Simply. Robert Schweißgut rät zum Simply, weil es am Berg auch einmal stärker wehen kann. Vor allem dann wenn mir der Wind zum Paragleiten zu stark ist.

Die Besonderheit des Simply ist sein Profil das der Flügelstellung des Steinadlers im Schnellflug abgeschaut ist (Vogel-Schnellflug-Profil).

Montag 8.Juli 2013

Heute ist das Paket aus Tirol gekommen. An den nächsten Abenden geht es ans Bauen. 

Beim Chinook gäbe es eine teilbare Fläche gegen Aufpreis, beim Simply habe ich das nicht gesehen. Aber in der Bauanleitung ist diese Variante beschrieben. Und zwar genial, mit nur einer Schraube die sowohl die Flügelhälften miteinander verbindet als auch die Tragflächen am Rumpf befestigt! Ich besorge mir ein Alu-Rohr und einen Carbon-Stab um die Flächensteckung zu realisieren. (Sorry, ich weiß dass Herr Schweißgut Carbon nicht mag. Aber so ein kleines Staberl wird er mir hoffentlich verzeihen.) Ich lege die Flächensteckung in den vorgesehenen Schwerpunkt, dann habe ich gleich eine Hilfe zum Einwiegen.

Bloß, wie mache ich den Schlitz in den ich das Rohr einklebe? Beim Holiday war bereits eine Ausfräsung, hier nicht. Ich schneide mit dem Messer zwei Schnitte ins Balsa, aber wie bekomme ich das Material dazwischen heraus? Ich denke nach, mit welchem Werkzeug ich das bewerkstelligen könne. Mit dem Messer, so schief hinein fuzzeln? Oder ein Fräser, ein Beitel, ein Stecheisen?

Nein, ganz einfach! Ich habe das "Werkzeug" ja gerade gekauft! Ich feile ein Ende des Rohres zu einer Schneide und hebe Span um Span aus dem Material. So entsteht eine genau passende Ausnehmung. Was noch einen Vorteil hat: Die Ausnehmung ist halbrund, so dass ich weniger Epoxy brauche um den Hohlraum zu füllen. Das ist immerhin eine kleine Gewichtsersparnis. Wie bekomme ich die Späne aus dem Rohr? Auch das ist ganz einfach: Ich verwende den Carbonstab als Span-Auswerfer.

Schneiden der Rille in die das Rohr geklebt wird
Auswerfen des Spans
Die fertig ausgeschnittene Ausnehmung

















Der Aufbau des Flügels ist ungewohnt. Zuerst ein Puzzlespiel, welcher Teil wo hin gehört. Ankleben der Nasenleisten aus Kiefer - ist sicher gut wenn man einmal irgendwo dagegen fliegt. Noch ein bisschen anpassen der Winkel und die Teile stumpf aneinander kleben: gar nicht so einfach. Für das Flugverhalten ist es wahrscheinlich egal ob da ein kleiner Spalt oder eine kleine Stufe ist, aber das Modell wird nur mit Klarlack behandelt und da soll es ja auch schön aussehen.

Bei jedem Bau geht irgendetwas schief, so auch hier. Der Rumpf hat die gleiche Breite wie beim Holiday, ist aber kürzer. Entsprechend ist die Biegung der Seitenwände im Heck-Bereich stärker.  Beim Biegen ist's passiert, eine Seitenwand ist gebrochen. Mit Superkleber repariert, aber die Unsymmetrie bleibt. Auf einer Seite mehr weggeschliffen, jetzt ist's nicht so schlimm. Das nächste Mal: Balsa vor dem Biegen nass machen.

Erste Schwerpunkt-Kontrolle: Kopflastig. Alles Gewicht nach hinten. Gut dass ich die Bodenplatte noch nicht aufgeklebt habe, da kommt man leichter dazu. Die Ausschnitte für die Servos  (die im Rumpf montiert werden) wären sonst nicht so leicht zu machen gewesen.

Sonntag 14.7.2013

Eilig fertig gebaut damit der Flieger beim nächsten Berg-Urlaub mit dabei sein kann.
Sonne und Wind - ein guter Tag um im Freien zu bauen. Der Schleifstaub wird sofort weg geweht und der Lack ist in ein paar Minuten trocken.



Aber kein guter Tag zum Einfliegen. Ich probiere es trotzdem. Zuerst ein Foto für den Fall... Wenn man vorher Fotos macht dann passiert dem Flieger nichts, habe ich gehört. Es ist ein Höllenritt, ich bekomme den Simply immerhin heil auf den Boden zurück.

Sonntag 21.7.2013

Am Heimweg von Kärnten noch ein Abstecher zum Sandkogel am Greim. Zwei Paragleiter sind in der Luft und machen ordentlich Höhe. Aber das vertikale Wachstum der Cumuli und ihre dunkle Farbe lassen mich zweifeln ob ich mit dem Schirm starten will.



Aber ich habe den Simply als "Ersatzbefriedigung" mit. Er ist zwar noch nicht eingeflogen, die thermischen Bedingungen und die Landungen am Hang zwischen den Bäumen sind nicht einfach, aber ein bisschen Soaren im Hangwind zeigt dass der Simply hier in seinem Element ist!

Dienstag 23.7.2013

Jetzt ist endlich ein windstiller Abend  um den Simply einzufliegen. Vorher muss noch ein leichterer Propeller her, weil es mühselig ist den Akku so weit nach hinten unter die Tragflächen zu schieben bzw. ihn wieder heraus zu bekommen. Ein Klapppropeller-Mittelstück wird mit einem Styropor-Spinner bestückt. Diesen schnitze ich grob aus einer alten Verpackung, dann wird das Modell zur Drechselbank: Ich lasse den Motor laufen und forme die Rundung mit grobem Schleifpapier (natürlich bei abgenommenen Propellerblättern).

Resultat: ein halbwegs ansprechender Spinner und eine bequemere Akkuposition. Der fertig montierte Propeller wiegt halb so viel wie der Propeller des Holiday den ich für den Kärnten-Urlaub ausgeborgt habe (16 statt 32 Gramm). Außerdem kann der Spinner bei einem Aufprall als Knautschzone wirken. Seltsam dass es so etwas nicht zu kaufen gibt.

Besonders angenehm: Im vorderen Bereich des Rumpfes ist kein Spant, so dass man den Akku über weite Bereiche nach vorne und hinten verschieben kann. 

Ich gönne dem Simply, nobel nobel, winzige Magnete zum Verschluss der Kabinenhaube.
Zack -  das kann was.

Dann legt sich der Wind und es geht ans Einfliegen. Die tief stehende Sonne verrät kleinste Bewegungen um die Nick-Achse.

Bald habe ich das Fliegerchen ausgetrimmt und es fliegt von alleine (allerdings spiralt es allmählich in eine immer engere Kurve wenn man die Knüppel während einer Kurve auslässt).

Robert Schweißgut empfiehlt beim Simply im Gegensatz zum Holiday ausdrücklich keine Differenzierung (die beim Nurflügler einer Höhenruder-Beimischung gleichkommt). Der Simply zeigt auch keine Tendenz die Nase in der Kurve nach unten zu nehmen, fast im Gegenteil.

Den Motorsturz habe ich vorsorglich vergrößert aber er ist trotzdem zu klein. Wie bei fast allen meinen Elektroseglern muss ich im Steigflug drücken. 

Gleiten: unglaublich!
Ich verpatze alle Landeanflüge (zu hoch angeflogen) weil der Simply einfach oben bleiben will. Beim Simply sind keine Störklappen vorgesehen, aber jetzt scheinen sie wünschenswert.

Bei Wind kann er trotzdem noch in einen ziemlich ausgeprägten Wellenflug bis zum unfreiwilligen Looping geraten den ich mit Tiefenruder dämpfen muss. Auch beim Einfliegen in eine Thermik habe ich das Modell nicht immer unter Kontrolle. Obwohl für Wind gedacht, scheint der Simply eher ein Flieger für windstille Tage zu sein, allein schon wegen seines geringen Gewichts. 

Motor: Pichler Boost 10
Akku: 3S 1000mAh 
Schraube: 8x5"
Max. Stromaufnahme: 16A
Abfluggewicht: 430g (Werksangabe: "ab 500g")

Sonntag, 13. Januar 2013

schwanzlos (Holiday)

In letzter Zeit habe ich mich selbst in die Luft gehängt statt Modelle zu bauen oder zu fliegen. Als Aeroclub-Mitglied bekomme ich regelmäßig die Zeitschrift "Prop" zugeschickt. Das Prop Nr. 3/2012 wollte ich schon ins Altpapier geben und habe es noch einmal überflogen, und bin beim Bericht über den "Holiday" (ab S.112) hängengeblieben. Ein Brett-Nurflügler von Robert Schweißgut. Der Name Robert Schweißgut ist mir schon öfter einmal untergekommen, er ist in der Nurflügel-Szene bekannt.

Weitere Recherchen im Internet, man liest nur gutes über ihn und seine Modelle. Nurflügler sollen wendiger sein und weniger Kurvensinken haben als "Schwanzflieger". So soll man engere Thermikbärte auskurbeln können. Außerdem reizt mich die Idee eines leicht zu transportierenden Modells, denn das sperrigste und heikelste an Flugmodellen ist immer das Leitwerk. Die Modelle sehen instabil aus, und zwar um jede Achse. Man kann es kaum glauben dass die Dinger stabil fliegen - und das möchte ich live erleben. 

Bald ist mein Entschluss festgestanden: Ich will endlich wieder einmal Balsastaub zusammenwischen und mir endlich wieder wieder Weißleim von den Fingern klezeln. Bleibt noch die Qual der Wahl: Auf wing-tips.at gibt es viele Möglichkeiten. Den kleineren Chinook ("Kurbeln Sie die Bussarde aus"), den Shorty, den Simply, den Boulder, den Ximango, oder doch den Holiday ("ideal für den Einstieg in die Nurflügler-Szene"). Es gibt noch viel mehr Bausätze, und dazu noch Baupläne, außerdem sind in seinen verschiedenen Büchern Baupläne zu finden.

Holiday. Bild-Quelle: wing-tips.at

Es wird der Holiday. Ich bestelle außerdem noch zwei Bücher: "Thermaling" und "Vorbild der Flieger - Steinadler". Ein paar Tage später klingelt der Brifträger in der Früh und überreicht mir ein längliches Paket. An dieser Stelle ein großes Lob für unseren Breifträger, er weiß wann wir zu Hause sind.

"Thermaling", also ein Büchlein über das Thermikfliegen, habe ich in einem Tag verschlungen (dem grippalen Infekt sei Dank). Auf sympathische Art erzählt Robert Schweißgut seine "G'schichtln" und macht Lust auf's fliegen. Er beschreibt das Phänomen Thermik aus Sicht des Modellfliegers, des Segelfliegers, des Paragleiters und des Birdwatchers.

Auch das Adler-Buch ist hervorragend (siehe Leseprobe). Keine trockene wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Buch voll Liebe und Begeisterung. Wir erleben die Anfängerfehler eines Jungadlers bei seinem Erstflug  und eine spannende Jagd bei der zwei Adler im Teamwork einen Auerhahn angreifen. Für den Auerhahn endet das Abenteuer in diesem Fall glimpflich, die Adler gehen leer aus.

Dann geht es ans bauen. Die gefrästen Teile aus den Balsabrettchen heraus trennen und gemäß der ausführlichen und bebilderten Anleitung zusammensetzen und verschleifen. Ein wenig Modellbau-Erfahrung sollte man aber doch mitbringen. Alle Teile passen gut und der Bau geht zügig voran. Wer es eilig hat (und nicht z.B. auf einen Ball geht) kann das Modell wahrscheinlich an einem einzigen verregneten Wochenende fertigstellen.





Nach einem Wochenende gemütlichen Bauens (unterbrochen vom erwähnten Ballbesuch und anschließendem Ausschlafen) ist der Rohbau fertig. Im Zimmer sieht er riesig aus. Ich freue mich auf den Moment in dem er nur mehr ein winziges Stricherl am Himmel sein wird.
Gewicht im Rohbau-Zustand 660g, mit 160g in der Rumpfspitze würde ich den korrekten Schwerpunkt erreichen (allerdings sind Lackierung, Servos, Akku etc. noch nicht eingerechnet).


Mit dem Jedelsky-Profil habe ich beste Erfahrungen. Zurück zu meinen Modellflieger-Wurzeln, denn mein erstes (RC-)Flugmodell war und ist der Elektro-mini-Airfish. Ich fliege ihn immer noch gerne. Die fertig gefrästen Profilbretter erleichtern den Aufbau, die voll-Balsa-Flächen sind relativ unempfindlich beim Transport.

Ein paar Studien zum Design. Ich werde Beize und Klarlack verwenden wie in der Bauanleitung vorgeschlagen, dazu noch Acrylspray. Die Gleitschirmflieger unter meinen Lesern werden wohl nie erraten welche Schirm-Marke ich fliege.... ;-)

Anschlagen der Ruder mit  Polyester-Bespannvlies und Spannlack: Eine Fleißaufgabe (lt. Bauanleitung hätte Klebeband genügt).

Aufbringen des wasserverdünnbaren  Parkett-Versiegelungslacks mit der Rolle ... problemlos.

Lackieren der Unterseite indem ich Schablonen aus Papier schneide, diese mit Spraymount befestige und die Flächen mit Acrylspray lackiere. Die Spraydose schwächelt in der Kälte, eine Aufwärmpause für die Dose, dann weiter. Abziehen der Schablonen - oh je. Nicht gut gelungen. Na ja, im Flug sieht man's eh nicht so genau.

Inzwischen sind die Telemetrie-Geräte von Futaba gekommen. Ausprobieren des Vario's mit dem Airfish. Interessant. Nicht alles was vom Boden aus wie Steigen aussieht ist Steigen, nicht alles was vom Vario angezeigt wird hätte man vom Boden aus optisch erkannt.

23.2.2013
Motorspant provisorisch mit Klebeband befestigt, ein (zu kleiner) Motor aus Restbeständen montiert, 20g Blei im Bug 
Erste Gleitflüge bei Schneefall, dann der erste Motorflug:

Das Ding fliegt!!!! Und wie!!!!

Wenn man die Knüppel loslässt fliegt der (oder die?) Holiday schnurstracks weiter. Es haben eh alle geschrieben dass es so ist, und es ist wirklich so. Besonders eindrucksvoll ist das Ausschweben mit Bodeneffekt, ich musste weit durch den Schnee stapfen weil ich die Gleitleistung grob unterschätzt habe.

Bin alleine durch den Schnee gestapft, daher noch keine Fotos. Aber die werden folgen.

Die Gleitschirmflieger unter meinen
Lesern werden wohl nie erraten
welche Schirm-Marke ich fliege.... ;-)
Ich verwende einen 2200mAh-Akku der zwar ein bisschen zu groß ist, aber ich möchte die gleiche Akku-Type wie in den anderen Modellen verwenden. 

Bei der Heckflosse war ich besonders "schlau":  Ich habe darauf verzichtet sie festzukleben sondern habe sie nur hinein geklemmt. Erstens wollte ich sie noch bemalen und das geht leichter wenn man sie flach auf den Tisch legen kann, zweitens wäre es zum Transport praktischer. Bei einer Rolle hat sie sich dann selbständig gemacht. Ohne Heckflosse fliegt er nicht. Ich habe ihn mit Ach und Krach gelandet, dann war die erste Reparatur fällig. 

Zur Befestigung der Kabinenhaube ist ein Druckknopf aus dem Näh-Bedarf vorgesehen, der mit Epoxy angeklebt wird. Das hat sich bei mir nicht bewährt. Einmal habe ich die Kabinenhaube verloren. Zum Glück gleich beim Werfen, und ein Fliegerkollege hat sie aufgehoben. Ich leiste mir Magnete als Kabinenhauben-Verschluss.

Wochenende auf der Hohen Wand, Wind und Wetter würden passen, aber keine Paragleiter in der Luft ... da muss irgendwas faul sein. Weil ich schon einen Verdacht gehabt habe, habe ich den Holiday im Auto. Ein Modellflieger steht am Parkplatz (Landeplatz 2). Ich geselle mich zu ihm. Wir finden einen Bart und kurbeln gemeinsam auf 300m auf, vielleicht haben sich ein paar Wanderer auf dem Skywalk gewundert woher die Modellflugzeuge kommen. 


Sonntag, 29. März 2009

EON 600

Nachdem ich ein paar Mal gerade zu wenig Thermik hatte soll ein leichterer Segler her. Spannweite ca. 2m so dass ich ihn ohne zerlegen zum Flugplatz bringen kann (in bewährter Weise, mit dem Fahrrad (so wie hier gezeigt, mit dem EasyGlider)). 
  
Kaufen oder bauen? Gewichte vergleichen. Die typischen Thermik-Segler sind größer. Die 2m-Segler sind allround-Geräte die nicht so auf Thermik optimiert sind. Besuch bei Kirchert. Er rät zum EON 600. 2,3m Spannweite, also zu groß. Gibt es etwas kleineres? Erst hatte ich den ETA 400 von Jonas Kessler im Auge, entschied mich dann aber doch für den EON 600 vom selben Autor. Der EON-Bauplan wurde im Jahr 2000 im FMT veröffentlicht. Mit NiMh-Akku und einem Speed 600 mit Getriebe sollte er 1200-1400g wiegen. Später wurde eine reine Segler-Version mit 600g vorgestellt. 
  
Jänner 2008 
 
Brushless Antrieb statt Getriebemotor, alle Komponenten incl. Akku in der Rumpfspitze. So sollte das Gewicht der motorlosen Version zu erreichen sein!

   
 
Ich habe noch einen Pulsar 10, der nach Hersteller-Angabe für einen 600g E-Segler ausreicht. Er würde gut in die Rumpfspitze passen. Außerdem habe ich noch die 8x6 Klappschraube die bei der Minimag dabei war. Wird das Ding so fliegen??? 600g-Segler sind normalerweise kleiner, allerdings muss (und soll) er ja nicht so schnell fliegen ... 
  
Frästeilsatz oder nicht? Den Frästeilsatz bekommt man bei Karl Faller in Deutschland. Er wurde von Jonas Kessler als "auffällig leicht" beschrieben. Ich entdecke eine Annonce für einen EON-Frästeilsatz von jemandem der den EON bauen wollte, aber dieses Vorhaben wieder aufgegeben hat. Dieser Frästeilsatz ist für die E-Segler-Version, also mit breiteren Spanten. Karl Faller ist von meinem Projekt nicht überzeugt, fertigt aber einen Segler-Spantensatz für mich an. Balsa-Einkauf bei Kirchert. Im Geschäft darf ich die leichtesten Brettchen mit der Waage aussuchen. 

   

Bald sind die Flächen rohbaufertig. Die Arbeit geht dank durchdachter Konstruktion leicht von der Hand, da habe ich schon schlimmeres erlebt. Ein Kompliment an den Konstrukteur! Die Frästeile passen perfekt. 
  
15.3.2009 
 
Lange ist nichts weitergegangen, jetzt nehme ich den EON erneut in Angriff!

   
 
Erster Test bestanden: Ich komme mit dem EON durch die Tür!

   
  
29.3.2009

 

Anordnung der Servos quer zur Flugrichtung, befestigt mit doppelseitigem Klebeband. Anlenkung mt Carbonstangen ohne Bowdenzug-Rohr

   

Slowflyer-Ruderhörner, mit Schrumpfschlauch am Gestänge angeschlossen Gewicht: Die angepeilten 600g dürfte ich sogar noch unterschreiten 
  
Modifikationen zur Gewichtsersparnis:
  • BL-Motor + Lipo-Akku, moderate Motorisierung
  • leichtes Balsa ausgesucht
  • Segler-Variante (schmaler Rumpf)
  • Klebungen wie von J.Kessler empfohlen hauptsächlich mit Uhu-Hart und Pattex
  • Bespannung teilweise mit "Oracover Air Indoor" Folie, 17g/m2 teilweise mit Polyester-Vlies+Spannlack (ca. 30g/m2)
  • Folienscharniere wie von J.Kessler beschrieben, aber als Kreuzband-Scharnier ausgeführt
  • Seitenleitwerk mit Zapfverbindumg im Höhenleitwerk befestigt
  • Sporn weggelassen
  • Regler-Schrumpfschlauch durch Bespannfolie ersetzt
  • Motorstecker entfernt, Regler direkt angelötet
  • Ruder-Anlenkung ohne Bowdenzug-Rohre mit 1mm Carbonstangen, Slowflyer-Ruderhörnern und Schrumpfschlauch
  • Antennenrohr weggelassen (2G4)
  • Servos vor den Tragflächen, quer zur Flugrichtung, mit doppelseitigem Klebeband befestigt
  • Löcher in den Randbögen und Rudern, allerdings keine Löcher im Rumpf
  • 35mm Mittelstück, direkt (ohne Spannkonus) mit Madenschrauben an der Welle geklemmt
  • Eigenbau-Spinner aus EPP (wirkt auch als Dämpfer bei evtl. Aufprall)
  • Holmverbinder wie im ursprünglichen Plan aus Carbon-Rohr, kein Vollstab

Unabsichtliche Modifikationen (Baufehler):

  • Rumpfspitze beim Verschleifen zu dünn geraten, Verstärkung mit GFK
  • Einige Teile durch unvorsichtiges Handling während des Baues gebrochen und geklebt
  • Teil xx im Bereich der Flächendübel vergessen, Dübel wurden in der Fläche mit Epoxy eingeklebt (und die Buchsen weggelassen)
  • Seitenleitwerk zu weit hinten montiert, musste etwas abgeschrägt werden damit sich das Höhenruder bewegen kann

5.4.2009

 

Fertig bespannt, fertig für den Probeflug. Der Schwerpunkt stimmt "wie geschummelt". Der Blick auf die Waage: 540 Gramm! 10% unter der motorlosen Variante!   


6.4.2009 

 

Heute war der große Tag: Knapp vor Sonnenuntergang, fast windstill. Reichweitentest, einmal ohne Motor geworfen: Der EON scheint in der Luft zu stehen. Dann ein Steigflug mit Motor. Motorleistung? Ausreichend! Trimmkorrektur? Keine. Motorsturz könnte größer sein. Ja, der EON tut was er soll. Genau so einen Flieger wollte ich haben. 
    
Ostermontag 2009 
 
Am Vormittag Sonnenschein, makellos blauer Himmel, leichter böiger Wind ... wenn das nicht Thermik-Wetter ist! Ein Cularis ist in der Luft, dem leiste ich mit dem EON Gesellschaft. Aber der Thermik-Höhenflug lässt auf sich warten. Die üblichen Plätze abgeklappert - nichts. Auch keine Vögel zu sehen. Relativ weit weg, wahrscheinlich über einer kleinen Wasserfläche, gibt es zeitweise Aufwind den wir nutzen können. 
 
Bei Windstärke 3 lande ich den EON und hole den guten, alten Airfish. Der ist vergleichsweise eine Blei-Ente! Die Steigleistung ist enorm, und die Segel-Leistung erstaunlicherweise auch im Vergleich gar nicht schlecht. Irgendwie habe ich mir das ganz anders vorgestellt... 
  
So 19. April 2009 
 
Ich habe einen größeren Propeller mit weniger Steigung montiert. 4 Gramm Mehrgewicht... Probelauf - zu viel Strom. Im Flug ist es sicher weniger, außerdem muss ich ja nicht vollgas fliegen. Eventuell werde ich auf 2 Zellen zurückgehen. 
 
11 Uhr - Thermikzeit. Resultat wie bei den letzten Flügen: Gelegentlich kurzes Steigen, aber nicht wie erhofft. 

14 Uhr - Probieren wir es noch einmal! In Böen Windstärke 3, das ist das Maximum für den leicht gebauten EON. Erster Steigflug - suchen, nichts. Noch ein Steigflug, suchen - Weit weg, die Fluglage ist gerade noch zu erkennen. Auf einmal steigt der EON! Ich blicke etwa rechtwinkelig zur Windrichtung, also kein Zweifel dass er wirklich steigt. Kreisen - bei jeder Runde gibt es einen kräftigen Ruck nach oben, sicher ein paar Meter. Ich verlasse den Bart um nicht zu hoch zu steigen. Fliege ein bisschen umher. Suche den Bart wieder, finde ihn aber nicht mehr. Egal, dann fliege ich zurück und lande. 
  
Ostern 2010 
 
Keine Thermik ohne Wind. Bis Windstärke 3 kein Problem. Thermikfliegen macht besonders viel Spaß wenn auch andere Segler in der Luft sind und man gemeinsam Aufwind suchen kann. Wenn der Wind zu stark wird starte ich den Airfish. 
  
Sonntag 25. April 2010 

Heute war der Tag für den ich den Eon gebaut habe! Kühler Morgen, blauer Himmel, Windstille. Wieder einmal läuft es eher unspektakulär ab. Umher fliegen und feststellen dass der Flieger langsam aber sicher steigt. Zwischendurch muss ich dennoch gelegentlich die "Elektro-Thermik" zu Hilfe nehmen. Genug des Vergnügens. Gegenanflug, Queranflug, zu hoch. Noch einen Kreis fliegen um Höhe abzubauen. Aber ich baue keine Höhe ab, der Eon steigt! Und das in einer Höhe in der normalerweise keine Thermik zu finden ist! Also weiter fliegen. 

Sonntag 10.Oktober 2010 

Der Altweibersommer ist Thermik-Zeit!

Dienstag, 6. Mai 2008

Immer größer!

"Deine Flieger werden aber auch immer größer!"
war das Kommentar zur EasyPiper.
Es sollte noch "größer" kommen.

Von Multiplex gibt es ein Kinderspielzeug, den Wurfgleiter Fox.

Den könnte man doch ...
Eine Recherche im Internet bringt es zu Tage:
Andere haben schon ....

Fox gekauft und erst einmal wie vom Hersteller vorgesehen als Schmeissgeier (Wurfgleiter) eingesetzt. Mit dem Schwerpunkt bin ich nicht einverstanden, aber mit einem zusätzlichen Stein unter der Kabinenhaube fliegt er gut.

Tüfteln, Schnitzen, Kleben....




Zu Christi Himmelfahrt steht ein neuer Elektrosegler in meinem Hangar.

Dann auf zur ersten Himmel-Fahrt!

Ordentlicher Steigflug, dann Lawn-Dart aus 10m Höhe.
Grund: Tod des Höhenruder-Servos durch Cyan-Acrylat. Der Tod trat langsam ein, und so brauchte ich ein paar weitere Versuche mit weiteren Lawn-Darts und Radschlägen bis ich es bemerkte. Der Frontal-Crash-Test ist somit erfolgreich bestanden. Hart (oder eigentlich weich) im Nehmen, der kleine Kerl!

Das Mittel gegen Modellflug-Entzugserscheinungen scheint gefunden zu sein. Immer noch zerlegbar, somit rucksacktauglich. Es wird keinen Grund geben, dieses Spaß-Gerät irgendwo hin nicht mitzunehmen.



Sonntag, 11.Mai 2008

Neues Höhenruderservo (anderes Fabrikat) eingebaut. Wurf - etwas ziehen - plumps!
Mehr Höhe trimmen. Wieso bewegt sich das Höhenruder hinunter wenn ich hinauf trimme???
Das Höhenruder läuft verkehrt! Das ist ja eine Überraschung, ich hätte gedacht dass wenigstens alle Servos gleich laufen, wenn es schon die Sender nicht tun.

Auch mit intaktem Servo: kippelig. Ich muss den Flieger dauernd mit dem Querruder waagrecht halten, weil er links oder rechts wegkippt.

Zu schwer? Zu langsam? Es wurde schon öfter berichtet dass der Fox seitlich wegkippt wenn er zu langsam ist.
Strom messen, 2,3A sind für diesen Motor nicht sehr viel.
Andere Propeller probieren, da versagt der Motor den Dienst. Zurück zum Händler und abwarten.



Sonntag, 1.Juni 2008

Der Motor wurde von Dedicated to Air rasch und unbürokratisch ausgetauscht. Jetzt kann ich die unterbrochenen Strom-Messungen mit verschiedenen Propellern fortsetzen und diese auch im Flug erproben.

Mehr Durchmesser und mehr Steigung entsprechen diesem Motor (Nano 9g) besser, jetzt stellt sich der erhoffte Flugspaß ein!

Mittwoch, 19. März 2008

Ostern ... Saisonbeginn (?)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Sensationen gibt es keine zu berichten. Ich wurde gefragt warum keine neuen Einträge im Blog sind. Eben deshalb.





Eigentlich hat die Saison ja gar nicht aufgehört. Sowohl in der Halle als auch auf dem Platz, sogar ein kurzes Schnee-Intermezzo hat es gegeben. Und wirklich begonnen hat sie auch nicht, die Karwoche zeigt sich bis jetzt kalt und windig. Macht nichts, die Pitts Special ist erst halb fertig, der EON 600 gerade erst begonnen, die Dewoitine fast wieder flugbereit aber eben nur fast, ein kleiner EPP-Nurflügler aus dem Ebay wartet auf seine Erprobung.

Palmsamstag: kühle Luft und wärmende Sonnenstrahlen, wieder mehr Leute auf dem Flugplatz, einige Gesichter die man dan ganzen Winter über nicht mehr gesehen hat. Also doch ein bisschen Saison-Anfang.





Ich bin gerade aus Wien gekommen, sehe nur beim Fliegen zu und gehe endlich wieder einmal laufen. Ist vielleicht eh besser so, denn vier Flugzeuge gehen unsanft zu Boden. Das gehört auch zum Saisonbeginn sagen die die sich da besser auskennen. Eines von den vieren wird gleich "sackerl-fertig" gelandet.

Palmsonntag Vormittag: Die Sonne scheint. Schnell den EasyGlider startfertig machen bevor das angesagte Schlechtwetter kommt. Tatsächlich kann ich ein bisschen im Aufwind segeln. Die Landung sieht aus wie eine Hubschrauber-Landung denn der EasyGlider steht auf der Stelle wegen des bereits aufkommenden Windes. Für die nächsten Tage war's das mit dem Modellflug, denn der stürmische Wind und das wechselhafte Wetter halten an.

Während der Karwoche arbeite ich an der Pitts Special. Ganz fertig wird sie nicht, aber sie inspiriert mich zu einem Gemälde "Der Traum vom Fliegen"




Nachtrag 13.April 2007

Sonnenschein, mäßiger Wind, "a gmahde Wiesn" (Danke Günter!), kaltes Bier .... Jetzt geht's los!

Ich beginne schon vor dem Frühstück, nur für den Fall dass der Wind zu stark wird, mit dem Typhoon.

Auf der frisch gemähten Wiese rollt auch die Easy Piper problemlos. Für sie ist eigentlich viel zu viel Wind, jetzt kommt der Airfish zum Einsatz. Ohne Querruder wird die Landung zum Geschicklichkeitsspiel, also doch den EasyGlider holen.

Eine Runde auf dem Pferd, dann ist Zeit für einen Erstflug: Ein kleiner Nuri aus EPP. Gewöhnungsbedürftig, ich weiß nicht immer wo er hinfliegt. Aber mit ein bisschen Übung wird es sicher ein Spaßgerät!

Ein Verbrenner-getriebenes Delta verirrt sich in die Nähe des Reiterhofes und sorgt für eine Motorrad-ähnliche Geräuschkulisse.
Edgar verziert den Himmel mit seiner neuen Sebart Katana, leise und elegant.

Am Abend ist die Halle frei, ich könnte noch indoor fliegen. Aber für heute ist's genug.

Samstag, 5. Januar 2008

Indoor - Laa an der Thaya


"Bahnfahrt mit Modellflugzeug" für Fortgeschrittene: Mit zwei Flugzeugen im Zug. Die Spark ist noch nicht ganz fertig, die letzten Handgriffe erledige ich während der Fahrt. Idee und Ausführung der Flaggen auf den Side Force Generators verdanke ich der kreativen Atmosphäre des (nomen est omen) "Talent".

(Bild: Mit beiden Flugzeugen am Südbahnhof, die Spark ist noch ohne SFG's.)









Die Halle in Laa an der Thaya ist nicht so hoch wie die in Waidhofen an der Thaya, und außerdem zweigeteilt. Säulen und ein Drahtseil werden manchem Fluggerät - im wahren Sinn des Wortes - zum Verhängnis.

Einen zweiten Akku habe ich gekauft, auf die Goldkontaktstecker habe ich vergessen. Einer hat was der andere braucht, und so ist diesem Mangel schnell abgeholfen.

Erst eine Runde mit dem Acro Orca (Knuffel) dann erfolgt der Erstflug der Spark. Wie lange habe ich mit der Querruderanlenkung herumgespielt, darauf geachtet dass alles symmetrisch und leichtgängig ist, Ausschläge eingestellt, usw... Dass links und rechts vertauscht sind, habe ich nicht gemerkt. Schon muss ich kleben. An Expo habe ich auch nicht gedacht. Was passiert wenn es zwei Möglichkeiten gibt? Ich stelle positive statt negative Expo ein und eiere entsprechend durch die Luft. An eine Landung ist nicht zu denken, ich fange die Spark aus der Luft.

Die Seilanlenkung ist gewöhnungsbedürftig und der Schrumpfschlauch der Querruderanlenkung will einfach nicht auf der Carbonstange halten. Das trübt die Freude an der neuen Spark ein wenig, obwohl sie langsam fliegt und wie von selbst hovert. Das ist aber auch gut so, sonst hätte ich keine Freude mit dem Acro Orca (Knuffel). Wieder einmal erfreue ich mich am eleganten Flugbild der Sparks die von Könnern geflogen werden.

Soll ich am Bewerb teilnehmen? Die erste Figur ist ein quadratischer Looping. Sieht einfach aus, ich bringe ihn aber trotzdem nicht zusammen. Also wieder einmal in Zuschauer-Rolle. Ist auch nicht schlecht.

Als ungewollte humoristische Einlage bleibt ein Flugzeug auf dem Heizungsrohr hängen, das knapp unter dem Dachgiebel verläuft. Ein zur Rettung eilendes Flugzeug bleibt ebenfalls oben hängen. Ein weiterer Retter startet und schleppt ein 10m langes Band nach. So kommen alle wieder herunter.


Ich kann mit meiner Spark und meinem "Acro Orca" (Knuffel) können zwar im Kunstflug nicht überzeugen, aber die Bemalung kann sich sehen lassen. Sie wird im prop lobend erwähnt.



Bild © UMFC Laa
Weitere Bilder beim UMFC Laa
Bericht im prop

Montag, 10. Dezember 2007

MiniMag

Endlich habe ich es einmal geschafft, im Ebay nicht in der letzten Minute um einen Euro überboten zu werden. Eine Minimag mit Brushless-Antrieb wollte ich schon lange haben.

Der Motor vor dem Spant und eine Klappschraube sind eher ungewöhnlich. Na ja, ich werde sehen ob das gut ist.

Schwimmer habe ich auch schon, die Minimag soll auf Schnee und später vom Wasser starten.




23.12.07:

Die Post hat's spannend gemacht, es dauert über eine Woche. Aber jetzt ist das Paket da. Einbau des 2,4GHz-Empfängers. Umlöten des Hochstromsteckers ohne den Rumpf zusammenzuschmelzen. Schwerpunkt nach Anleitung kontrollieren. Warten auf passendes Wetter.

Ein kalter, trüber, aber windstiller Tag. Mit Anorak und Wollmütze setze ich mich auf das Fahrrad, die MiniMag in der Hand. Reichweitentest auf "lässig": Zum Ende des Flugplatzes rollen und dort alle Funktionen testen. Ich brauche viel Gas zum rollen. Unebenheiten, mehr Gas. Kopfstand, Staubwolke.

Wo ist die zweite Hälfte der Klappschraube? Die würde sich an der "Wall of Shame" gut ausmachen, dort hängen bis jetzt nur normale Propellerfragmente. Ich finde sie nicht, dafür finde ich den Grund des Übels. Wir lieben ja unsere heimische Nagetier-Population, die nicht nur Flugzeuge frisst sondern auch den Flugplatz unterminiert. Ich bin in einem der vielen Mauselöcher hängen geblieben. Kann ich Depp keinen normalen Reichweitentest machen?

Ich montiere einen Slowfly-Prop, der sieht auf jeden Fall hübscher aus. Mehr Durchmesser und weniger Steigung, das ergibt einen Schub der deutlich größer als das Gewicht ist. Zweiter Versuch. Reichweitentest, diesmal zu Fuß, alles OK. Ich suche ein glattes Stück Wiese, gebe kräftig Gas und nach 2m hebt die Minimag ab!

Beim Gasgeben muss ich drücken. Motor aus - ist das ein Segelflieger, die will ja gar nicht runter. Anstechen - oops, das wird ja fast ein Looping! Da werde ich meine theoretischen Kenntnisse einsetzen müssen. Absichtlicher Looping. Rolle nach Hochdecker-Art (mit Tiefenruder herumwuchten). Landung problemlos. Finger kalt. Heimfahrt, für heute bin ich zufrieden.



25.12.2007

Null Grad, eine fahle Wintersonne, immer noch kein Wind.

Die EWD ist definitiv zu groß. Am Höhenleitwerk ist nichts zu ändern, aber den Hauptflügel unterlege ich hinten mit 3mm Depron. Dadurch verringert sich die EWD um ca. 1°. Es bleiben noch 5° EWD, das ist in meinen Augen immer noch viel.

Ein Probeflug bestätigt: Jetzt ist sie viel angenehmer im handling. Trotzdem kann ich einen Looping fliegen indem ich nur Gas gebe, aber das Höhenruder nicht anrühre. Ich werde es mit noch weniger EWD probieren.



26.12.2007

EWD weiter verkleinert, jetzt ist sie OK.



27.-30.12.2007













"Mit meinem Privatflugzeug" in Altaussee im Salzkammergut.

Eine alte Schneedecke mit einer glitzernden Rauhreifschicht. Erst einmal Bodenübungen mit den Schwimmern. Hier gibt es ja keine Mauslöcher.

Stimmt. Aber einen Pfosten der nur ein paar cm aus dem Schnee ragt. Another prop bites the dust. Dabei hätte das nach Murphy's Law gar nicht passieren dürfen, denn ich habe ja einen Reservepropeller mitgenommen. Na ja, man muss Murphy auch auf Murphy anwenden.

Genug geübt, auf in die Luft!
Ich habe in diversen Foren einiges über das Flugverhalten mit Schwimmern gelesen. Sie sei träger, windanfälliger oder sie lasse sich nicht mit Querruder fliegen, ...
Sie hebt ab und kippt zur Seite. Ich kann es korrigieren. Der zweite Start klappt schon besser. Insgesamt kommt sie mir agiler, nervöser und sogar schneller vor als mit Rädern. Aber nach etwas Gewöhnung fliegt sie tadellos.

Ich fliege jeden Tag. Es ist ein Riesenspaß!!!






2. Jänner 2008

Wieder zurück am Althof.
2 cm Schnee genügen: Ich ziehe meine Spuren auf dem Flugplatz.

Gleich wieder zurück vor den Kaminofen und ans Werk, bis zum Indoor-Treffen soll die Spark fertig sein.

Wie es mit der MiniMag weitergeht seht Ihr hier

Sonntag, 25. November 2007

indoor

Die Reithalle bietet sich als Ausweichrevier an wenn die Tage kurz sind und die Winterstürme toben. Ist sie aber groß genug? Hoch genug? Kann ich gut genug fliegen? Werde ich nach oben reißen und an die Decke krachen? Wird die Wand vor das Flugzeug springen?

Die Ausschreibung zum 5. Indoor Modellflug Meeting in Waidhofen an der Thaya kommt gerade recht. Die Bewerbe sind nichts für mich, aber ich möchte beim freien fliegen mitmachen.






Schnell klebe ich ein bisschen Isoliertapete zusammen und fertig ist der Acro-Orca. Als Vorlage dient der Bauplan des Knuffel, den ich im Internet gefunden habe.




Viele wollen am Freitagnachmittag ins Waldviertel, und so ist der Zug gesteckt voll. Ich bringe den Orca heil ans Ziel ohne dass mich jemand rempelt oder seine Tasche draufstellt. Wie ich das in der Bahn anstelle werde ich später gefragt. Keine Kunst, ich habe nur einen Flieger.
(Diese Bilder sind nach dem Umsteigen bzw. auf der Heimfahrt entstanden, da war der Zug fast leer)

Die Thayatal Halle ist breiter und vor allem höher als die Reithalle. Trotzdem ist meine Nervosität noch größer als bei sonstigen Erstflügen. Ich bitte jemanden der es besser kann (das ist sowieso jeder hier), die Knüppel zu übernehmen. Der Schwerpunkt muss viel weiter nach hinten, dann bin ich an der Reihe. Ich weiß zwar dass ich mich nicht nach oben retten kann wie unter freiem Himmel, trotzdem scheint die Hallendecke das Flugzeug magisch anzuziehen. Schon habe ich im Dachgebälk eingefädelt. Gas weg, ein hilfsbereiter und geistesgegenwärtiger Fliegerkollege fängt den Orca auf. Zweiter Versuch, wieder die Hallendecke, diesmal kann ich mich selbst aus der Falle befreien. Meine Flüge sind kurz weil sie meine Nerven beanspruchen. Bis auf eine Bekanntschaft mit dem Sicherheitsnetz keine weiteren Vorfälle. Am zweiten Tag beherrsche ich bereits die liegende Acht, immerhin eine offizielle Kunstflugfigur ;-)

Der Orca war in der Luft und ist immer noch in einem Stück, mein Ziel ist erreicht.

Was hat die Veranstaltung noch zu bieten gehabt?


(Auf, ab, vor, rück... die Waldrappe nehmen's gelassen.)

Viele Modelle, Tipps, Details. Der Knuffel ist offenbar nicht mehr modern, die Spark von Gernot Bruckmann (original oder nachgebaut) beherrscht das Bild.

Rennen, egal welcher Art, sind ja meine Sache nicht. Aber das Training vor dem indoor-air-race ist teils spannend, teils lustig. Die weichen Pylone verzeihen manche Kollision, das prächtige Waldrapp-Tor wird manchem Fluggerät zum Verhängnis.

(Der Geruch von Aktivatorspray liegt überall in der Luft)

(Bruckmanns entdecken die heitere Seite)

(Spark)


Zum ersten Mal erlebe ich einen Kunstlug-Bewerb. Mich fasziniert die Präzision der geflogenen Figuren. An den majestätischen Bewegungen der Slowflyer, die wie in Zeitlupe ihre Bahnen ziehen, kann ich mich kaum satt sehen. Als gäbe es keine Schwerkraft...

(Piloten-Briefing)


(Ein weiterer Grund, wieder zu kommen... )

Wettkampf-Atmosphäre, Richter, Punkte, Ergebnislisten, mich packt das Wettkampffieber! Morgen ist ja Reitturnier. Ich habe zwar abgesagt, aber jetzt beschließe ich spontan, einen früheren Zug zu nehmen um doch noch teilnehmen zu können.

"Eine gefällige Vorführung, punktgenaues reiten mit ausreichend Raumgriff, Note 7,0" lautet das Urteil des Richters.


(Siegerehrung in der Reithalle,
die hoffentlich bald auch anders genutzt wird)



Hier geht's zum offiziellen Bericht auf prop.at
Wie es mit meinen Indoor-Aktivitäten weitergeht verrate ich in den Kommentaren.